… so bunt war die 23. Bremer StraßenSpielAktion

Bei schönstem Wetter feierten am Sonntag, zum Weltkindertag rund 20 Bremer Straßen bunte Kinderfeste. Kinder und Erwachsene genossen das wunderbare Wetter und vor allem den Freiraum auf der Straße. Die Einhaltung der Corona-Regeln war problemlos möglich, es ging doch weitgehend familiär zu. Vielfach wurde der Wunsch geäußert, dass ein solcher Freiraum öfter auf der Straße da sein sollte. SpielLandschaftStadt e.V. hat deshalb fleißig Werbung für die Idee der Temporären Spielstraßen gemacht. Interessierte Bremer Initiativen können im Prozess gerne von uns beraten und begleitet werden.

Übrigens: Auch in Berlin gab es gestern eine ähnliche Aktion, nämlich den Aktionstag Temporäre Spielstraßen zum Internationalen autofreien Tag. Schaut doch mal `rein unter: http://www.spielstrassen.de

23. Bremer StraßenSpielAktion zum Weltkindertag: Sonntag, 20.09. 2020, 9.00 – 19.00 h

Endlich ist es soweit: Kommenden Sonntag werden 23 Straßen in Bremen zu bunten Spielflächen und es darf wieder nach Herzenslust gerollert, geskatet, Ball gespielt und bunte Kreidebilder gemalt werden. Die engagierten Bremer*innen werden zeigen, dass dies auch unter Einhaltung der Corona-Regeln möglich ist.

Ein Team von SpielLandschaftStadt wird viele Straßen besuchen und dabei gleichzeitig Werbung für die Einrichtung von Temporären Spielstraßen machen. Schließlich wollen wir erreichen, dass mehr Bremer Straßen nicht nur 1x im Jahr, sondern so oft wie möglich bespielt und für nachbarschaftlichen Austausch genutzt werden können.

Welche Straßen mitmachen und was vor Ort geplant ist erfahrt ihr hier:

https://www.spiellandschaft-bremen.de/images/2020_Gesamtprogramm_Stra%C3%9FenSpielAktion.pdf

23. Bremer StraßenSpielAktion am 20.9. 2020: Anmeldungen ab sofort möglich!

Aus Bremer Straßen bunte Spielflächen zaubern

Endlich ist es soweit: Das Anmeldeverfahren für die 23. Bremer StraßenSpielAktion

Das Straßenspiel gewinnt gerade jetzt besondere Bedeutung:

In Berlin wird das Straßenspiel durch die Einrichtung Temporärer Spielstraßen dazu genutzt, öffentliche Spielflächen zu entlasten und die Situation in der Corona-Pandemie zu entzerren. Nun stehen Klimawende und Parkraumbewirtschaftung auf der Bremer Agenda. Es herrscht Aufbruchsstimmung. Kinderinteressen sind dabei bislang viel zu wenig vertreten. Durch die StraßenSpielAktion rücken dabei auch die Interessen von Kindern und Familien in den Vordergrund.

In Bremen gibt es bereits seit 2011 Temporäre Spielstraßen – da ist jedoch noch eine Menge Luft nach oben. Nach wie vor gibt es großen Bedarf an Spielflächen für Kinder. die regelmäßige Öffnung von Straßen als Spielfläche stellt in vielen eng bebauten Wohngebieten die einzige Möglichkeit dar, Spielräume zu erweitern und hausnahes Spielen zu ermöglichen.

Erfahrungen aus den Temporären Spielstraßen zeigen, dass Kinderstraßenfeste auch unter Einhaltung der Hygiene-Maßnahmen möglich sind. Empfohlen wird Aktivitäten zu planen, bei denen Körperkontakt vermeidbar ist (z.B. Kästchenhüpfspiele, Seilspringen, Wettlaufen und natürlich die Bespielung der Straße mit Inlinern, Scootern, Bobbycars usw.), die Straße möglichst weiträumig zu nutzen, so dass auch verschiedene Bereiche abgegrenzt werden können (z.B. ein Kleinkindbereich, Bereich für Roller, Scooter etc.) und statt langer Tafeln kleine Tischgruppen, an denen max. Mitglieder von 2 Haushalten Platz finden. Gerne beraten wir dazu auch ausführlicher. Es sollte außerdem mit einer Beschränkung der Teilnehmer*innen-Zahl gerechnet werden.

So sollen auch dieses Jahr aus grauen Straßen bunte Spielflächen gezaubert werden und Kinder sagen dürfen: „Platz da – hier komme ich!“

Mitmachen ist kinderleicht!

Weitere Infos und das Anmeldeformular gibt es hier:

https://www.spiellandschaft-bremen.de/index.php/aktuelles/137-strassenspielaktion-2020

https://www.spiellandschaft-bremen.de/index.php/aktuelles/137-strassenspielaktion-2020

Anmeldeschluss ist der 24. Juli 2020! (Achtung – Termin liegt in den Sommerferien)

Zum Weltkindertag: Temporäre Spielstraßen im Kinderreport 2020

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey befürwortet Temporäre Spielstraßen

Pünktlich zum heutigen Kindertag können wir Euch den Kinderreport 2020 präsentieren. Hier wird der Wert des Draußenspiels und des Spielens nahe am Wohnort besonders hervorgehoben. Franziska Giffey hierzu:

bezieht folgendermaßen Stellung: „Jedes Kind hat das Recht auf Freizeit und Spiel: das ist verbrieft durch die UN-Kinderrechtskonvention – und gilt unabhängig von Corona. Gerade in Krisenzeiten müssen wir aber dafür sorgen, dass die Rechte und Interessen von Kindern und Jugendlichen nicht zu kurz kommen. Im Gegenteil: wir müssenden Blick auf sie sogar noch schärfen. Der Kinderreport macht deutlich, wie wichtig das Draußenspielen für Kinder und Jugendliche ist. Die Öffnung der Spielplätze trotz Corona ist deshalb richtig. Sie hilft den Kindern,insbesondere in den Städten, sich an der frischen Luft zu bewegen, sozialeKontakte zu erleben, zu spielen und Stress abzubauen. Wir brauchen aber noch mehr Ideen, um mehr Spiel- und Freiräume im Wohnumfeld von Kindern zu schaffen – zum Beispiel durch temporäre Spielstraßen. “

Und was sagen Kinder und Jugendliche selbst? Ganze 87 % der befragten Kinder und Jugendlichen geben an, dass Spielstraßen und verkehrsberuhigte Wohngebiete ihnen das Draußenspielen wesentlich erleichtern würden.

Darüber hinaus ist die Förderung der Mobilität z.B. durch kostenlose Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel, sichere Wegeverbindungen zur Erreichbarkeit von Spielorten im Freien ein wichtiger Punkt zur Förderung des Draußenspiels.

Mehr zum Kindderreport 2020 findet sich auf der Seite des Deutschen Kinderhilfswerkes: https://www.dkhw.de/schwerpunkte/kinderrechte/kinderreport-2020-die-bedeutung-des-draussenspielens-fuer-kinder/

Spielstraßen in der Corona-Krise: Alternative Bewegungsräume für Kinder schaffen!

Wo können sich Kinder während der Corona-Pandemie eigentlich bewegen? Spielplätze geschlossen, Sportangebote untersagt und Freiflächen sind gerade in dicht bebauten Wohngebieten rar. Temporäre Spielstraßen wären eine Lösung. Bei guter Organisation könnten Kinder rollern, inlinern, Seil springen, Federball spielen … ohne sich zu nahe zu kommen. Und auch Erwachsene könnten sich für einen Plausch mit den Nachbarn vor die Haustüre setzen… In Berlin-Friedrichshain prüft das Straßen- und Grünflächenamt gerade entsprechende Möglichkeiten:

https://www.rbb24.de/content/rbb/r24/politik/thema/2020/coronavirus/beitraege_neu/2020/04/strassensperrungen-spielplaetze-friedrichshain-kreuzberg.html?fbclid=IwAR0C0qsQQF60h2O2O89s9xQaCokIQbCC67bBY4gw5M7_vx0RIBPz8CdmkAo

„Spielstraßen in der Corona-Krise: Alternative Bewegungsräume für Kinder schaffen!“ weiterlesen

Kiddical Mass – Kindern erobern sich die Straßen zurück

Unter dem gemeinsamen Motto „Platz da für die nächste Generation“ erobern am 21./22. März kleine und große Radfahrende mit den bunten Fahrraddemos der KIDICAL MASS die Straßen in ganz Deutschland. Das bundesweite Aktionsbündnis fordert Städte, in denen sich auch Kinder sicher und selbstständig mit dem Fahrrad bewegen können. Angstfreies Radfahren soll für ALLE möglich sein.

https://youtu.be/YHwGEOVZqAg

… und wir von „SpielLandschaftStadt e.V.“ werden in Bremen dabei sein:

Los geht’s am 22. März 2020 um 15.00 h an der Bürgerweide: http://kidicalmassbremen.de

Gut-geh-Raum: KFZ-Fahrverbot von 07.00-17.00 h vor einer Schule

Was so alles möglich ist, wenn statt motorisiertem Verkehr endlich mal Kinder und alle anderen Menschen, die ohne Auto unterwegs sind Vorrang haben beweist ein wirklich tolles Beispiel aus Österreich. Obendrein wird durch den „Gut-geh-Raum“ das Mobilitätsverhalten von Schüler*innen, Eltern und Anwohner*innen maßgeblich beeinflusst – viele steigen auf öffentliche Verkehrsmittel um, fahren Rad oder gehen zu Fuß:

Weiter hier-

„Wenn Eltern-Taxis Kinder gefähren“

… so die treffende Schlagzeile im Weserkurier diese Woche:

https://www.weser-kurier.de/bremen/stadtteile/stadtteile-bremen-west_artikel,-wenn-elterntaxis-kinder-gefaehrden-_arid,1889892.html

Kein seltenes Bild: Vor einer Bremer Grundschule parken PKWs so dicht am Schultor, dass die Kinder nur mit Mühe daran vorbei kommen
Foto: SpielLandschaftStadt e.V.

Noch immer brennt das Thema nicht nur in Bremen unter den Nägeln. Aus Bequemlichkeit oder Angst um die Sicherheit ihrer Kinder bringen Eltern diese mit dem Auto zur Schule … und tragen damit selbst zur erhöhten Gefährdung bei.

Auch dadurch werden Kinder in ihrer Bewegungsfreiheit auf der Straße immer stärker eingeschränkt. Dabei stellt gerade der Schulweg zu Fuß einen wichtigen Erfahrungsraum für Kinder dar.



„Spielen soll nicht nur auf Spielplätzen statt finden“

.. so die Aussage von Claudia Neumann vom Deutschen Kinderhilfswerk in einem interessanten Beitrag zur Verkehrs- und Städteplanung beim Deutschlandfunk:

https://www.deutschlandfunk.de/verkehrs-und-stadtplanung-kein-platz-fuer-kinder.862.de.html?dram%3Aarticle_id=458023&fbclid=IwAR1AWzC8_SW_K0nei91ufUOb4KkB2apReGNro7lXza9-BsC8QGTZ6GJ8vdc

Spannend auch das darin erwähnte Beispiel aus Barcelona, wo Spielplätze in Straßen integriert werden.

… und wieder einmal ist „Friday for future“

Tausende junge Menschen setzen sich in beeindruckender Weise für den Klimaschutz ein. Auch im  Rahmen unserer aktuellen Spielleitplanung in der Bremer Neustadt wurde bei unseren Streifzügen mit Schüler*innen mehr als deutlich, dass viele Kinder sich bessere Luft, weniger Lärm, weniger Autos und statt dessen viel mehr Freiraum wünschen.

Neben dem Bremer Bündnis für Verkehrswende fordern auch wir eine deutliche Reduzierung des Autoverkehrs und eine Stadtentwicklung, die die Wohn- und Lebensqualität an erste Stelle setzt.

So bunt kann eine Straße aussehen, die von Kindern und Erwachsenen zurück erobert wird.